Erfahrung mit Pflanzsäcken

Meine Erfahrung mit Pflanzsäcken – Vorteile und Nachteile

Einige meiner Gemüsepflanzen baue ich in Pflanzsäcken aus Vliesstoff an. Da ich inzwischen immer wieder Fragen zu den Säcken bekomme, habe ich dir in diesem Artikel die Vorteile, Nachteile und meine persönliche Erfahrung mit Pflanzsäcken zusammengestellt.

Zu diesem Artikel gibt es auch ein passendes Video. Du findest es am Ende des Blog Beitrags.

Pflanzsäcke nutze ich mittlerweile seit 3 Jahren und ich baue darin hauptsächlich Gemüsepflanzen wie Paprika, Zucchini, Buschbohnen, Kohlrabi oder Rote Beete an. Die Säcke, die ich im Einsatz habe, haben ein Volumen von 27 Liter. 

Vorteile

Viele Pflanzen gehen ein, weil sie einfach zu nass stehen. Pflanzen vertragen halt einfach keine Staunässe. Der Boden wird sauer, die Wurzeln werden nicht mit Sauerstoff versorgt und Nährstoffe können nicht mehr aufgenommen werden.

Pflanzsäcke aus Vlies sind komplett wasserdurchlässig, bei Terracotta oder Plastiktöpfen ist das nicht der Fall. Wenn ihr also zu viel gegossen habt oder auch bei starkem Regen, kann das Wasser nur unten ablaufen. Vorausgesetzt ihr habt Löcher im Topfboden. Bei Pflanzsäcken kann das Wasser nicht nur unten sondern auch über die Seiten ablaufen. Damit wird Staunässe und Schimmelbildung verhindert.

Pflanzsäcke sind wasserdurchlässig

Die Pflanzsäcke sind aber nicht nur wasserdurchlässig sondern sie sind vor allem auch luftdurchlässig. Wurzeln benötigen Sauerstoff für gesundes Wurzelwachstum, Wasser- und Nährstoffaufnahme. Da das Vlies durchlässig ist, entsteht so eine sehr gute Luftzirkulation und die Wurzeln werden ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Das ist in meinen Augen auch der größte Vorteil dieser Säcke. 

Ansonsten finde ich persönlich die Tragegriffe sehr praktisch, weil man die Pflanzsäcke sehr einfach von A nach B transportieren kann. Außerdem sind sie leicht, man kann sie waschen und wenn man sie nicht benötigt kann man sie platzsparend zusammenfalten und lagern.

Ich lasse meine Pflanzsäcke seit 2 Jahren auch über den Winter mit samt der ganzen Erde drin auf dem Balkon stehen. Daher ist meine Erfahrung mit Pflanzsäcken, dass die Säcke – also zumindest die die ich verwende – wetterbeständig sind.

Nachteile

Der Vorteil, dass die Pflanzsäcke wasserdurchlässig sind, ist gleichzeitig auch ein Nachteil. Wenn man vermeiden will, dass das Wasser über den Balkon fließt, dann würde ich auf jedem Fall dazu raten einen Untersetzer zu verwenden. 

Wenn die Erde sehr sehr trocken ist, dann ist es nicht ganz so einfach die Erde nass zu bekommen, denn das Wasser fließt dann über die Seiten wieder raus. Ich gieße dann einfach Stück für Stück mit etwas weniger Wasser, dafür aber mehrmals. Das ist aber meist nur am Anfang der Fall, wenn die Säcke einige Tage nicht in Verwendung waren und die Erde schon sehr ausgetrocknet ist.

Am Ende der Balkongarten Saison sehen die Säcke dann auch irgendwann nicht mehr ganz so hübsch aus, da Dreck und Versalzung am Vlies sichtbar werden. Ich fülle dann die Erde in einen Zwischenbehälter und schrubbe die Säcke mit Wasser und einer Bürste ab. Danach sieht alles wieder schick aus.

Fazit

Es gibt einige Vorteile für Pflanzsäcke, aber auch ein paar Nachteile. Meine persönliche Erfahrung mit Pflanzsäcken ist, dass die Vorteile überwiegen. Ich hab in den letzten Jahren durchwegs sehr gute Erfahrungen gemacht. Mein Gemüse wächst und gedeiht in den Pflanzsäcken einfach richtig gut, deshalb verwende ich sie nach wie vor und bin immer noch begeistert. Von ein paar Leuten habe ich allerdings auch schon gehört, dass sie mit Pflanzsäcken nicht zurecht kommen und sie nach einem Jahr wieder auf Plastik- oder Terracotta Töpfe umgestiegen sind. Also am besten selber mal ausprobieren und schauen ob es für einen persönlich passt.

Erfahrung mit Pflanzsäcken

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Und hier ist noch mein Video zum Thema: Erfahrung mit Pflanzsäcken

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