Erbsentriebe selber zu ziehen ist unglaublich einfach und eine schöne Möglichkeit, auch auf kleinstem Raum etwas Essbares anzubauen. Du brauchst dafür weder einen Garten noch viel Zubehör: Eine flache Schale, etwas Erde und ein paar getrocknete Erbsen reichen bereits aus.
Das Beste daran: Schon nach etwa 15 bis 20 Tagen kannst du die ersten frischen Erbsentriebe ernten. Sie schmecken angenehm frisch und leicht nach Erbsen und passen wunderbar zu Salaten, aufs Brot, in Bowls oder Smoothies.
Und du kannst Erbsentriebe fast das ganze Jahr über ziehen. Im Winter funktioniert die Anzucht wunderbar auf einer hellen Fensterbank. Vom Frühjahr bis weit in den Herbst hinein kannst du Erbsentriebe aber auch draußen auf dem Balkon anbauen.
Wann kann man Erbsentriebe ziehen?
Erbsentriebe kannst du grundsätzlich fast das ganze Jahr über anbauen.
Vom Frühjahr bis zum Herbst stelle ich die Schale gerne nach draußen auf den Balkon. Gerade im Herbst lohnt sich die Anzucht noch einmal, denn Erbsen mögen es eher kühl. Während viele wärmeliebende Balkonpflanzen ihre Saison langsam beenden, kannst du noch eine Schale mit Erbsen aussäen und frisches Grün ernten.
Bei sehr kaltem Wetter oder im Winter ziehst du die Erbsentriebe einfach drinnen auf einer möglichst hellen Fensterbank weiter.
So eignet sich Erbsengrün auch wunderbar, wenn du außerhalb der klassischen Balkongarten-Saison noch etwas Frisches anbauen möchtest.
Welche Erbsen eignen sich für Erbsentriebe?
Du musst für die Anzucht nicht unbedingt klassisches Erbsensaatgut kaufen.
Ich verwende gerne getrocknete Bio-Erbsen aus dem Supermarkt. Sie sind meist deutlich günstiger als Saatgut und eignen sich prima, wenn du lediglich die jungen Erbsentriebe ernten möchtest.
Wichtig ist, dass du getrocknete, keimfähige Erbsen verwendest und keine bereits gekochten oder anderweitig behandelten Erbsen.

Erbsentriebe ziehen – Schritt für Schritt
Die Anzucht ist unkompliziert und auch für Anfänger geeignet.
Fülle zunächst einen Topf oder eine flache Schale mit Erde. Dafür kannst du zum Beispiel Gemüseerde, Anzuchterde oder eine normale Universalerde verwenden.
Verteile anschließend die Erbsen auf der Erde. Setze sie nicht super eng nebeneinander, sondern lass zwischen den einzelnen Erbsen etwas Platz, damit sich die jungen Triebe gut entwickeln können.
Bedecke die Erbsen anschließend ca. 1 cm mit Erde und gieße alles gründlich an.
Mein Tipp: Wenn du die Keimung etwas beschleunigen möchtest, kannst du die getrockneten Erbsen vor der Aussaat etwa 24 Stunden in Wasser einweichen.

Erbsentriebe richtig pflegen
Nach der Aussaat solltest du die Erde gleichmäßig feucht halten. Sie sollte allerdings nicht dauerhaft nass sein.
Nach ungefähr fünf Tagen zeigen sich meist schon die ersten kleinen Keimlinge. Jetzt heißt es nur noch: weiter regelmäßig gießen und wachsen lassen.

Stelle die Schale möglichst hell. Auf der Fensterbank eignet sich ein heller Platz am Fenster, draußen ein geschützter Standort auf dem Balkon.
Nach den ersten Keimlingen wachsen die Erbsentriebe erstaunlich schnell. Schon etwa zehn Tage später kannst du häufig mit der Ernte beginnen.

Wann kann man Erbsentriebe ernten?
Nach insgesamt etwa 15 bis 20 Tagen sind die Erbsentriebe normalerweise erntereif.
Ich lasse sie gerne ungefähr 10 cm hoch werden. Dann sind die jungen Triebe noch schön frisch, grün und knackig.
Zum Ernten nimmst du einfach eine saubere Schere und schneidest die Triebe oberhalb der Erde bzw. der Erbsensamen ab. Ich schneide dabei immer den ganzen jungen Trieb ab, anstatt nur einzelne Blätter zu pflücken.
Und schon ist dein selbst gezogenes Erbsengrün fertig.

Wie kann man Erbsentriebe verwenden?
Frisch geerntete Erbsentriebe schmecken mild, knackig und leicht nach jungen Erbsen. Dadurch kannst du sie ziemlich vielseitig verwenden.
Besonders lecker finde ich sie auf einem belegten Brot, in Salaten und Bowls. Du kannst sie aber auch in einen grünen Smoothie geben oder einfach als frisches Topping über verschiedene Gerichte streuen.
Am besten verwendest du die jungen Triebe möglichst frisch nach der Ernte – dann sind sie besonders knackig.
Erbsentriebe ziehen lohnt sich auch im Herbst
Gerade für einen Balkongarten finde ich Erbsentriebe besonders praktisch. Du brauchst nur wenig Platz, musst nicht monatelang auf eine Ernte warten und kannst eine einfache Schale oder einen kleinen Topf dafür verwenden.
Gerade im Herbst kannst du so die Balkongarten-Saison noch etwas verlängern. Während Tomaten, Gurken oder Paprika langsam auslaufen, kannst du noch einmal Erbsen für frisches Erbsengrün aussäen.
Und wenn es draußen schließlich zu kalt wird, wandert die nächste Schale einfach auf die Fensterbank.
So kannst du mit wenig Aufwand fast das ganze Jahr über frische Erbsentriebe selber ziehen – auf dem Balkon oder direkt am Fenster.
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