Jungpflanzen richtig pikieren

Jungpflanzen richtig pikieren – so klappt es!

Jungpflanzen richtig pikieren ist gar nicht so schwer, wenn du die folgenden Tipps beachtest. In diesem Artikel gebe dir am Beispiel von Paprika, Aubergine und Physalis eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Jungpflanzen pikieren.

Zu diesem Artikel gibt es auch ein passendes Video. Du findest es am Ende des Beitrags.

Was ist pikieren?

Pikieren bedeutet, dass dicht stehende Keimlinge vereinzelt und in größere Töpfe verpflanzt werden. Dadurch bekommt eine einzelne kleine Pflanze mehr Platz, kann sich besser entwickeln und kräftige Wurzeln ausbilden.

Wann Jungpflanzen pikieren?

Pikieren solltest du frühestens, wenn die Keimlinge nach den Keimblättern das erste Blattpaar an Laubblättern ausgebildet haben. Die Laubblätter sind die echten und typischen Blätter der Pflanze.

Alternativ kannst du auch bis zum zweiten oder dritten Laubblätter Paar mit dem Pikieren warten. Das kommt etwas darauf an, wie eng du ausgesät hast. Ich pikiere fast immer, wenn sich die ersten beiden Laubblätter ausgebildet haben.

Keimblätter und Laubblätter

Jungpflanzen in welche Erde pikieren?

Für die Aussaat von Paprika, Physalis und Aubergine empfehle ich entweder nährstoffarme Anzuchterde und/oder Kokosquelltabletten.

Nun stellt sich die Frage, welche Erde man beim Pikieren in die Anzuchttöpfe verwenden sollte?

Hierbei gibt es unterschiedliche Meinungen und Herangehensweisen. Einige Gärtner verwenden bereits vollwertige Gemüseerde, andere schwören darauf, weiterhin Anzuchterde zu nehmen und manche verwenden eine Mischung aus verschiedenen Erden. Das ist auch meine Vorgehensweise.

Deshalb mische ich als Erde für die weitere Anzucht der Jungpflanzen Gemüseerde und Anzuchterde im Verhältnis 50:50. Die Pflanzen bekommen dadurch schon etwas Nährstoffe, um sich gut zu entwickeln, aber noch nicht zu viel und müssen sich immer noch etwas anstrengen, um an die Nährstoffe zu gelangen. Dies fördert das Wachstum kräftiger Wurzeln.

Falls du noch auf der Suche nach den passenden Utensilien für die Anzucht bist, dann kannst du dich in diesem Artikel informieren: Ausstattung für die Jungpflanzenanzucht – 7 top Utensilien

Jungpflanzen pikieren am Beispiel von Paprika, Aubergine und Physalis

Am Beispiel von Paprika, Aubergine und Physalis zeige ich dir nun, wie man Jungpflanzen pikieren sollte.

Paprika

Mit einem Pikierstab wird zuerst ein Loch in die Erde gemacht, am besten bis ganz nach unten zum Boden. Als Pikierstab verwende ich immer ein Essstäbchen, du kannst aber z.B. auch einen Bleistift oder einen Löffelstiel nehmen.

Wenn du mehr Samen ausgesät hast, als du Pflanzen benötigst, dann such dir jetzt die kräftigsten Keimlinge aus. Dann vorsichtig die Erde mit dem Pikierstab lösen und behutsam einen Keimling herausheben.

Wenn die Wurzeln sehr lange sind, dann kannst du sie auch etwas mit dem Fingernagel einkürzen. Ich mache das aber meistens nicht.

Den Paprika Keimling so tief wie möglich, also bis zu den Keimblättern, in die Erde einsetzen. So können sich am Stängel auch noch neue Wurzeln bilden. Da die Keimlinge nicht zu lange ohne Erde herumliegen sollten, pikierst du am besten einen Keimling nach dem anderen.

Paprika pikieren

Aubergine

Bei Auberginen säe ich jeweils nur einen Samen in einen Kokosquelltab aus. Daher ist also pro Tab sowieso nur eine Pflanze gewachsen und es muss nicht vereinzelt werden.

Aber die Keimlinge müssen natürlich in einen Anzuchttopf eingepflanzt werden. Dazu ein etwas größeres Loch in die Erde machen, denn es muss ja der ganze Kokostab hineinpassen.

Bevor ich die Keimlinge einsetze, entferne ich immer das Netz vom Tab. Das ist zwar nicht unbedingt nötig, aber ich finde, dass es dann die Wurzeln etwas leichter haben sich gut zu entwickeln und müssen sich nicht erst durch das Netz quälen. Den Keimling setze ich so tief wie möglich ein, damit sich am Stängel noch weitere Wurzeln bilden können.

Physalis

Bei der Aussaat von Physalis habe ich zur Sicherheit mehrere Samen in einen Kokosquelltab ausgesät. Deshalb müssen nun die Keimlinge aussortiert werden und nur die Kräftigsten bleiben stehen. Also, auch wenn es in der Seele wehtut, die kleinen und mickrigen Keimlinge ausrupfen und dann den Tab in einen Anzuchttopf einpflanzen.

Nachdem alle Keimlinge in die Anzuchttöpfe umgezogen sind, wird zum Schluss noch alles kräftig angegossen. Wie du siehst, ist Jungpflanzen richtig pikieren also gar nicht sehr schwer.

Hier weiterlesen und erfolgreich Jungpflanzen selber vorziehen:

Hier ist noch mein Video zum Thema Jungpflanzen richtig pikieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.